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"Voll der Osten. Leben in der DDR"

Sonderausstellung im Museum Aschersleben

Am Sonntag, dem 22. April 2018, wird im Museum Aschersleben eine national und international vielbeachtete Fotoausstellung von Harald Hauswald eröffnet. Die Texte stammen aus der Feder von Stefan Wolle; herausgegeben wurde die Exposition von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und OSTKREUZ Agentur der Fotografen.

In den achtziger Jahren zog Harald Hauswald durch Ost-Berlin und fotografierte, was ihm vor die Linse kam. Er knipste, was andere Fotografen übersahen oder für uninteressant hielten: Kleine Szenen des Alltags, einsame und alte Menschen, verliebte junge Pärchen, Rocker, Hooligans und junge Leute, die sich in der Kirche für Frieden und Umweltschutz einsetzten.

OSTKREUZ Agentur der Fotografen und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur laden mit der Ausstellung „Voll der Osten. Leben in der DDR“ zu einer Bilderreise in die Zeit der deutschen Teilung ein. Gezeigt wird eine ungeschminkte DDR-Realität, an die sich heute selbst Zeitzeugen kaum mehr erinnern. Die Ausstellung lädt dazu ein, den Alltag in der DDR der achtziger Jahre kennenzulernen. Sie präsentiert auf 20 Tafeln über 100 bekannte und unbekannte Fotos von Harald Hauswald. Die Texte der Ausstellung hat der Historiker und Buchautor Stefan Wolle verfasst, der wie der Fotograf in der DDR aufgewachsen ist. Darüber hinaus wurden eigens 18 Videointerviews gedreht, in denen der Fotograf darüber berichtet, wie das jeweils zentrale Foto einer jeden Tafel entstanden ist. Diese Videos können Besitzer von internetfähigen Mobiltelefonen per QR-Code auf den Ausstellungstafeln in der Ausstellung abrufen.

Themen der Ausstellungstafeln:
01    Startplakat   
02    Abschied   
03    Einsamkeit 
04    Flucht  
05    Gemeinschaft   
06    Heiterkeit   
07    Jugend   
08    Kindheit  
09    Lüge   
10    Macht   
11    Neugier
12    Ordnung
13    Rebellion
14    Sehnsucht
15    Traurigkeit
16    Underground
17    Verfall
18    Widerspruch
19    Zärtlichkeit
20    Über die Ausstellung

Der innerdeutsche Mauerfall jährt sich 2019 zum 30. Mal und wird im Museum gewürdigt werden. Die aktuelle Ausstellung bietet sich vorbereitend an, um Geschichten der Leute vor Ort aufzugreifen.  
Deshalb startet das Museum an dieser Stelle noch einen Aufruf:

Gibt es Fotos und/oder persönliche Gegenstände, die  präsentiert werden könnten?  Wer möchte diese Ausstellung mit seinen „Geschichtszeugnissen“ bereichern? Eine Auseinandersetzung mit der DDR-Vergangenheit soll angeregt werden.

Alle Aschersleber sind hiermit aufgerufen, sich bei Interesse mit ihren Exponaten bis zum
16. April 2018 im Museum zu melden:
Markt 21, 06449 Aschersleben
Tel.: 03473 958-430, Fax: 03473 22667-11
E-Mail: museum@aschersleber-kulturanstalt.de


Die Herausgeber der Fotoausstellung
Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur trägt mit ihrer Projektförderung sowie eigenen Angeboten zur umfassenden Auseinandersetzung mit den Ursachen, der Geschichte und den Folgen der kommunistischen Diktaturen in Deutschland und Europa bei. OSTKREUZ Agentur der Fotografen wurde 1990 von sieben ostdeutschen Fotografinnen und Fotografen in Paris gegründet. Heute zählt die Agentur 22 Mitglieder aus ehemals Ost und West und gilt als das renommierteste Fotografenkollektiv Deutschlands.
Infos entnommen: www.bundesstiftung-aufarbeitung.de