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Begegnungen bei den Jüdischen Kulturtagen

Mit Überlebenden, Musik, „Schmus“ und „Tacheles“

Vom 14. Oktober bis 09. November 2018 finden in Aschersleben die diesjährigen Jüdischen Kulturtage statt. Nachdem mit der Veranstaltung 2017 das Fundament gelegt wurde, konnte in diesem Jahr die Aschersleber Kulturanstalt in enger Kooperation mit dem Evangelischen Kirchspiel Aschersleben darauf aufbauen. Aus dieser Symbiose ist ein knapp vierwöchiges, informatives und abwechslungsreiches Programm entstanden.

Die Eröffnungsveranstaltung findet am Sonntag, dem 14. Oktober 2018, um 18:00 Uhr in der Heilig-Kreuz-Kirche auf dem Markt statt. Nach einleitenden Worten u. a. mit Maik Reichel, dem Direktor der Landeszentrale für politische Bildung in Sachsen-Anhalt, erlebenden die Besucher ein mitreißendes Konzert mit SHARON BRAUNER & KARSTEN TROYKE. Begleitet von Piano und Violine präsentieren die beiden Künstler ihre jiddischen Lieblingslieder - über das Leben und das Lieben; jiddische Evergreens in neuem Gewand, eine Musik die einfach glücklich macht.

Auf dem Programm der folgenden Wochen stehen Filmabende, Lesungen, Diskussionen, Ausstellungen, Führungen und Konzerte. Im Bestehornhaus Aschersleben kommt man ins Gespräch mit einem Überlebenden des Nationalsozialismus, im Grauen Hof gibt es die Filmkomödie „Alles auf Zucker!“ zu sehen, während im Filmpalast der Dokumentarfilm „Wir Juden aus Breslau“ gezeigt wird, inklusive einem anschließenden Gespräch mit dem Regisseur. Pfarrer Teja Begrich aus Mühlhausen hält einen spannenden Vortrag zu dem aktuellen Thema „70 Jahre Israel –
Ein Land, eine Idee, ein Staat“, und die Kreismusikschule „Béla Bartók“ widmet ihr diesjähriges Herbstkonzert den Jüdischen Kulturtagen und interpretiert Werke jüdischer Komponisten. Bei einem Literaturnachmittag mit Pfarrer Peter Eichfeld geht es um jüdische Weisheiten in Form von Geschichten, Anekdoten und Witzen, und im Grauen Hof kann man einen informativen Abend mit Rudi-Karl Pahnke, Leiter des Instituts „Neue Impulse“, inklusive einem spannenden Ausflug in die jüdische Küche erleben. In der Stephanikirche gibt es die Ausstellung „Jüdische Soldaten im Ersten Weltkrieg“ zu sehen, und am 09. November wird dort nach einer Stolpersteinverlegung in der Breiten Straße an die Reichspogromnacht vor 80 Jahren erinnert.

Mit der Veranstaltung „Jüdische Kulturtage“ möchte die Aschersleber Kulturanstalt gemeinsam mit ihren Partnern, dem Evangelischen Kirchspiel Aschersleben, dem Arbeitskreis „Geschichte jüdischer Mitbürger in Aschersleben“, der katholischen Pfarrei St. Michael, der evangelisch-reformierten Gemeinde Aschersleben und der Kreismusikschule „Béla Bartók“ ihren Beitrag leisten, dem Vergessen entgegenzuwirken. Die Kulturtage sollen dazu dienen die Erinnerung an die Vielfalt des jüdischen Lebens, an Kultur und Geschichte wachzuhalten. Sie laden zur Teilhabe und Begegnung ein, und sollen die beeindruckende Vielfalt der jüdischen Tradition zeigen.

Das detaillierte Programm gibt es hier zum Download.

Für Anmeldungen, Tickets und weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen stehen die Mitarbeiter der Tourist-Information Aschersleben, Hecknerstr. 6, (Tel.: 03473. 8409440, E-Mail: info@aschersleben-tourismus.de) bereit.