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Erinnerungen und Stolpersteine

Abschluss der Jüdischen Kulturtage

Die Jüdischen Kulturtage in Aschersleben neigen sich dem Ende entgegen. Den Abschluss dieser bewegenden letzten Wochen bilden am Freitag, dem 09. November 2018, eine Stolpersteinverlegung mit  anschließender Gedenkveranstaltung in der Stephanikirche Aschersleben.

Das Projekt Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig wird in diesem Jahr durch den Arbeitskreis „Geschichte jüdischer Mitbürger in Aschersleben“ fortgesetzt, und soll auch in Aschersleben an das Schicksal der Menschen erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Die Stolpersteinverlegung findet um 16:00 Uhr in der Breiten Straße vor dem Haus Nr. 15 statt. Es werden vier Steine verlegt; für den ehemaligen Ladenbesitzer Max Wolff, seine Frau Betty Wolff sowie ihre Kinder Walter und Selly Wolff. Schüler und Schülerinnen der Sekundarschule „Albert Schweitzer“ unterstützen die Verlegung, und Dana Wolff Valdés, die Enkelin von Walter Wolff, kommt extra aus Santiago de Chile erstmals nach Deutschland um der Zeremonie beizuwohnen.

Gemeinsam mit Matthias Porzelle, Superintendent des Kirchenkreises Egeln, lädt Pfarrerin Anne Bremer um 17:00 Uhr zu der anschließenden Gedenkveranstaltung „80 Jahre Reichspogromnacht“ in die Aschersleber Stephanikirche ein. Sie wollen erinnern an Leben und Leiden - daran, dass vor 80 Jahren in Aschersleben die Synagoge, die Aussegnungshalle auf dem jüdischen Friedhof und die Geschäfte der jüdischen Bürger zerstört wurden. Sie wollen gedenken und der Verantwortung für unsere Gegenwart deutlich machen, für Frieden, Gerechtigkeit und Zukunft.

Nach der Andacht in der Stephanikirche folgt ein gemeinsamer Gang zur ehemaligen Synagoge am Stumpfen Turm. (Kerzen können gern mitgebracht werden.)

Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenfrei.