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Neues Familienangebot und ein Malwettbewerb

Von Kindern gedacht, für Kinder gemacht

Wenn das Wort „Museum“ im Raum steht, dann klingen die Ansagen „Berühren verboten!“ und „Still sein!“ immer gleich irgendwie mit. Dabei gibt es im Museum viel zu entdecken, ganz besonders für Kinder. Weil die Objekte meist hinter Glasscheiben liegen und die Texte kompliziert geschrieben sind, ermüdet das kindliche Vergnügen oft rasch. Neugier wecken, Erleben durch Begreifen, mit Freude auf den Spuren unserer Vorfahren wandeln; dafür möchte das Museum Aschersleben künftig alle Familien mit Kindern begeistern.

Um diesem Anspruch gerecht zu werden, gibt es seit kurzem ein Familienangebot. Fortan kann man die Aschersleber Geschichte gemeinsam mit dem Museumsraben entdecken. Der kleine Rabe geleitet die Kinder anhand eines spannenden Entdeckerbuches zu den Exponaten, die für sie besonders interessant sind. In den Ausstellungsräumen zur Ur- und Frühgeschichte, zur Stadtgeschichte und in der Fossiliensammlung von Prof. Dr. Martin Schmidt kann fortan erkundet, gerätselt und selbst ausprobiert werden. So können sich die Kinder z. B. selbst an einer jungsteinzeitlichen Getreidemühle versuchen und erfahren, wie die Menschen vor 7.000 Jahren Mehl gemahlen haben. Oder sie können sich am Stadtmodell mittels Bauklötzen ihre eigene Stadt errichten. Insgesamt gibt es 15 ausgewählte Museumsexponate zu entdecken. Dabei wurde auch der idyllische Museumshof in das Konzept einbezogen. Dort gibt es eine Grabungsecke für kleine  Nachwuchs-Archäologen, in welcher die Kinder ihre eigenen Fossilien ausgraben können.

Das Konzept dieses Kinderleitsystems entstand bereits im letzten Jahr im Rahmen des Projektes „Eine Stadt-dein Museum“ (gefördert im Fond Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes). Das Museum verfolgt damit das Ziel, sich künftig stärker als familienfreundliche Einrichtung zu präsentieren und zu etablieren. Es möchte so besonders in diesen herausfordernden Zeiten einen Beitrag leisten, vor allem Eltern bei der Beschäftigung ihrer Kinder zu unterstützen.

„Das Besondere an unserem Kinderleitsystem ist, dass es von Kindern für Kinder konzipiert wurde“, verrät Museumsleiterin Luisa Töpel. „Die Kinder, die uns beratend zur Seite standen, haben nicht nur die Exponate ausgewählt, sondern haben sich auch die Rätselaufgaben einfallen lassen und sogar für ihre Altersgenossen Zeichnungen angefertigt, die im Entdeckerbuch gefunden werden wollen.“
Und welche Bedeutung hat eigentlich der Rabe? Auch hier kennt die Chefin die Antwort: „Der Rabe ist das Wappentier unseres Stadtwappens“. Außerdem steht er für Klugheit, was ja wiederum sehr gut zu einem Museum passt.

Malwettbewerb Museumsrabe

Bislang ist der schlaue Museumsrabe leider noch namenslos. Damit das aber nicht so bleibt, hat das Museum Aschersleben einen Malwettbewerb ins Leben gerufen. Alle Kinder sind aufgefordert ein tolles Rabenbild zu zeichnen und auf diesem Wege ihren ganz persönlichen Namensvorschlag zu unterbreiten. Die entstandenen Bilder werden dann in der kommenden Sonderausstellung „WUNDERvolle Zeiten“ präsentiert, bei deren Eröffnung am 21. Juni der Name des neuen Museumsmaskottchens bekanntgegeben werden soll.
Die Gewinnerin oder der Gewinner erhält als Preis eine Familien-Jahreskarte für den Zoo Aschersleben. Wer also Lust hat sich am Wettbewerb zu beteiligen, der kann seine Zeichnung gern persönlich im Museum abgeben oder ganz einfach dort in den Briefkasten stecken. (Anschrift: Museums, Markt 21, 06449 Aschersleben) Natürlich sind auch Einsendungen per E-Mail an museum(at)aschersleber-kulturanstalt.de  möglich. Die MitarbeiterInnen des Museums freuen sich schon auf ganz viele Vorschläge.

Und beim nächsten Besuch unbedingt das Museum mithilfe des Raben und seinem Entdeckerbuch ausprobieren. Die Familienkarte für bis zu zwei Erwachsene und 3 Kinder gibt es schon für 5 €.