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Werkzeuggeschichte im Großformat

Sonderausstellung „Billeter & Klunz“

Unter dem Titel „Billeter & Klunz – Werkzeugmaschinen aus Aschersleben“ gibt ab Sonntag, dem 25. Juli 2021, eine neue Fotoausstellung im Museum Aschersleben bislang unbekannte Einblicke in die Geschichte der Aschersleber Firma „Billeter & Klunz“.

Präsentiert werden großformatige Bilder von Maschinen und Maschinendetails, die beinah künstlerisch anmuten. Aus über 1000 Fotoglasplatten wurden 35 Motive ausgewählt. Die Fotoglasplatten wurden in der Nachwendezeit vor dem Sperrmüll gerettet, und sind eine Schenkung an das Museum durch Stadtführer Ronny Reitzig. Sie bilden die Grundlage für diese Ausstellung, und sind ein einmaliges Zeugnis der Industriegeschichte der Stadt Aschersleben. Mit Unterstützung des Rotary-Clubs Aschersleben wurden die Platten digitalisiert in den vergangenen Monaten digitalisiert, und können so nun der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Eine Reihe an Ausstellungstafeln, die von der Geschichtswerkstatt der Kreisvolkshochschule Aschersleben erarbeitet wurden, vervollständigen die Exposition.

1857 gründeten Heinrich Billeter und Wilhelm Klunz auf dem Grundstück Hinter dem Zoll 770d (alte Brandkatasternummer, heute Hausnummer 26) eine Reparaturanstalt für Dampfmaschinen, Kesseln und Pumpen. Kurze Zeit später entwickelte Billeter die Fabrik zu einer Maschinenbauanstalt weiter. Die Konstruktion der „Einpilaster-Hobelmaschine“ 1877 durch Heinrich Billeter verhalf der Firma zu Weltruhm. Das Patent, für das Billeter 1896 auf der Pariser Weltausstellung ausgezeichnet wurde, brachte der Firma fast 30 Jahre unverändert gute Gewinne.

Die Ausstellung kann bis zum 12. September 2021 besichtigt werden.