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Wanderausstellung Anne Frank

Eine Lebensgeschichte in acht Teilen

„Ich weiß, was ich will, habe ein Ziel, habe eine eigene Meinung, habe einen Glauben und eine Liebe. Lasst mich ich selbst sein, dann bin ich zufrieden!“
(Tagebuch der Anne Frank, 11. April 1944)

Im Rahmen der Jüdischen Kulturtage Aschersleben 2021 zeigt das Museum Aschersleben vom 15. Oktober bis 9. November die Exposition „Lasst mich ich selbst sein.“ - Anne Franks Lebensgeschichte - eine Wanderausstellung des Anne Frank Hauses Amsterdam, die Geschichte und Gegenwart verbindet. Sie zeigt in acht Teilen die Lebensgeschichte von Anne Frank und gibt Einblicke in die Zeit, in der sie gelebt hat.

Im Mittelpunkt stehen die ersten Jahre in Frankfurt am Main, die Flucht ihrer Familie vor den Nationalsozialisten sowie ihr Leben in Amsterdam vor und während der Besatzungszeit. Zudem informiert die Ausstellung über die Zeit im Versteck, die letzten sieben Monate in den Lagern Westerbork, Auschwitz und Bergen-Belsen sowie die Erinnerung an Anne Frank und ihr Tagebuch.

Die Wanderausstellung, die am 15. Oktober um 17 Uhr offiziell mit Klezmermusik und Zitaten Anne Franks eröffnet wird, wendet sich direkt an Jugendliche mit Fragen zu Identität, Gruppenzugehörigkeit und Diskriminierung: „Wer bin ich? Wer sind wir? Wen schließen wir aus?“ Sie geht zudem der Frage nach, was wir heute bewirken können und stellt Initiativen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus vor.

Im Vorfeld der Ausstellung werden in einem zweitägigen Training sogenannte Peer-Guides ausgebildet – 30 Jugendliche aus allen weiterführenden Aschersleber Schulen, die lernen andere Jugendliche durch die Ausstellung zu begleiten. So erhalten Schüler*innengruppen und Jugendgruppen die spannende Möglichkeit sich mit Gleichaltrigen über die Themen der Ausstellung auszutauschen. Die geschulten Peer-Guides sind es auch, die interessierte Schulklassen durch die Ausstellung führen werden. Für Schulklassen ist der Besuch kostenfrei. Anmeldungen hierfür nimmt das Museum Aschersleben, Markt 21 (Tel.: 03473 958430 bzw. museum@aschersleber-kulturanstalt.de) entgegen.


Foto: Fotosammlung Anne Frank Haus