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Sonderausstellungen

10.09. - 23.10.2022
Modellierte Wirklichkeit – Aschersleben im Kleinformat

Die Geschichtswerkstatt der Kreisvolkshochschule begeht in diesem Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum. Für die Vereinsmitglieder Anlass genug für eine eigene Ausstellung.

Die Geschichtsfreunde widmen sich seit 1992 der Aufarbeitung von Themen der Aschersleber Stadtgeschichte. Im Fokus ihrer aktuellen Sonderausstellung „Modellierte Wirklichkeit“ stehen Architekturmodelle. Denn einige Mitglieder der Geschichtswerkstatt haben ihrer theoretischen Arbeit eine praktische folgen lassen, und auf Grundlage von historischen Forschungen städtische Bauwerke nachgebaut. Aus Holz, Gips und Folie sind so in vielen Stunden Modelle von Gebäuden entstanden, die heute nicht mehr zu sehen sind. So hinterlassen z. B. Teile der nachgebauten Stadtbefestigungsanlage einen einzigartigen Eindruck, wie diese im 14. und 15. Jahrhundert tatsächlich ausgesehen haben könnte. Herausstechend ist dabei die Detailtreue: vom Mauerwerk bis zum Falltor. Imposant ist ebenfalls ein von Bildhauer Georg Wrba entworfenes Modell des Musikpavillons auf der Herrenbreite im Maßstab 1:22. 

Über die eigene Bauleistung hinaus haben die Hobbyhistoriker geschaut, von welchen Gebäuden ebenfalls noch Architekturmodelle existieren oder existiert haben. Dank der Hilfe mehrerer städtischer Partner konnten einige weitere ausfindig gemacht werden. Diese werden ebenfalls im Museum gezeigt, wie z. B. das Modell der Gruft der Familie Bestehorn aus dem Jahr 1903, dessen Original auf dem städtischen Friedhof besichtigt werden kann. Von einigen Modellen gibt es nur noch Bildmaterial, wie z. B. vom Ambulatorium Nord oder dem Tierpark. Auch diese werden, ergänzt durch ihre historischen Ansichten, in der Ausstellung präsentiert. Ebenso wie einige Aschersleber Persönlichkeiten. So werden beispielweise auch Albrecht der Bär und Stadtbaurat Dr. Hans Heckner en miniature gezeigt.