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17. Juni 2021 / Museum Aschersleben

„Ich weeß nich, mir isses so gomisch“ - Balladenklassiker vs. Lene Voigt

Beginn: 19:00 Uhr
Ende: 21:00 Uhr

Zwei Männer – ein Gedicht:
Die Schauspieler Hilmar Eichhorn und Hagen Möckel haben sich zusammengefunden, um einer
besonderen Dichterin ihre Referenz zu erweisen, Lene Voigt.
Der eine, Hilmar Eichhorn, ein waschechter Sachse, fühlte sich schon immer von den Gedichten und
Balladen der sächsischen Mundartdichterin angezogen. Der andere, Hagen Möckel beschäftigt sich
immer wieder mit den Klassikern der deutschen Lyrik. In ihrem gemeinsamen Programm „Ich weeß nich, mir isses so gomisch" bringen sie nun die Balladen der deutschen Klassiker und die sächsischen Variationen von Lene Voigt, deren Geburtstag sich in diesem Jahr zum 130. Male jährt, zusammen.

Lene Voigt, in Leipzig geboren, begann mit 15 Jahren zu dichten und konnte bereits mit 32 Jahren
von ihren Veröffentlichungen leben. Mit ihren „Glassigern“ und nicht nur diesen, hat sie sich einen
festen Platz in der deutschen Dialektliteratur erschrieben. Die „sächsische Nachtigall“ oder „unsere
liebe Lene“ wie sie von ihren Landsleuten und denen die sie mögen genannt wird, hat sich wie kaum
eine andere um die sächsische Sprache verdient gemacht. Sie verstand es die klassischen Balladen ins Sächsische zu übertragen, ohne sie dabei zu beschädigen. Und glücklicherweise versteht es Hilmar Eichhorn, als gebürtiger Dresdner, die Balladen von Lene Voigt so vorzutragen, dass es selbst dem eingefleischten Nichtsachsen ermöglicht wird das Gesprochene zu verstehen.

Die Klassiker kommen an diesem Abend vom Dichterfürstenpaar Goethe und Schiller. Für beide war lyrisch gesehen das Jahr 1797 das wohl bedeutsamste. Nicht umsonst wird es auch heute noch das Balladenjahr genannt, denn es entstanden lyrische Dauerbrenner wie „Der Zauberlehrling“ und „Der
Schatzgräber“ von Goethe sowie „Die Bürgschaft“ und „Der Handschuh“ von Schiller.

Lyrik? Eineinhalb Stunden lang Gedicht auf Gedicht? Ein gewagtes Abenteuer in Zeiten multimedialer Zerstreuung? Nicht, wenn Hilmar Eichhorn und Hagen Möckel Balladen in zweierlei Sprachen spielen, sprechen, rufen, schreien. Dieses literarische Feuerwerk wird nicht nur den Himmel erleuchten, sondern lässt so manchen den Schauder des Auswendiglernens in der Schulzeit vergessen und entdecken, dass sowohl Balladenklassiker als auch „Balladenglassiger“ wahrhaft Spaß bereiten können.

Eintritt: 15 €

Tickets: Tourist-Information Aschersleben, Hecknerstraße 6, Tel.: 03473 8409440, info(at)aschersleben-tourismus.de


Für den Besuch der Veranstaltung muss ein gültiger Corona-Negativtest (nicht älter als 24h) bzw. eine vollständige Impfung oder Genesung nachgewiesen werden.


Foto: Karin Böhme, Fotostudio freistil-8

Anschrift:
Museum Aschersleben
Markt 21
06449 Aschersleben